Mastering Tutorial

Kompressoren

Hardware

Einfach nur laut machen ist für „Mastering-Kompressoren“ beinahe schon eine beleidigend einfache Aufgabe. Sie können richtig zupacken, einen warmen und färbenden Sound liefern und dabei dennoch ein transparentes Klangbild hinterlassen.

Was nach einer unmöglichen Kombination klingt, existiert tatsächlich in Form ausgewählter und meist sehr teuren Geräten: Manley Vari-Mu (3.800 Euro), Crane Song STC-8 (3.300 Euro), Vertigo VSC 2 (4.600 Euro), D.W.Fearn VT7/VT15 (4.200 Euro), Smart Research C2 (2.500 Euro), Prism MLA 2 (3.100 Euro), Pendulum Audio OCL-2 (3.000 Euro), Requisite L2M (4.400 Euro), API 2500 (2.600 Euro), Avalon VT−747SP (2.200 Euro) oder Neve 33609 (3.500 Euro). Um alle Klangeventualitäten abzudecken, wäre natürlich der Besitz mehrerer Kompressoren angebracht …

Focusrite Red Mastering Kompressor

Focursrite 3 Red, mit 5.500 Euro sind sie dabei! Aber einmal gekauft, möchte man ihn nie wieder hergeben.
Varimu Front Big
Ein Mastering-Standard: Manley Variable MU Stereo Limiter/Compressor. Die Besonderheit ist neben der überragenden Qualität ein verstellbare Bias der Röhre. (Quelle: Manley)

Software

Während Hardware überwiegend auf Klangfärbungen abzielt, glänzen viele Plugins durch Unmengen an zusätzlichen Parametern: Mid-Side Encoder, variable Filter im Side-Chain, fließende Knee-Umschaltung, RMS und Peak-Detection … oder überzeugen durch sehr einfache und effektive Regelalgorithmen, die mit einem Dreh bereits schöne Ergebnisse erzielen. So zum Beispiel:

Darf es eher färbend sein, haben sich Emulationen alter und bekannter Hardware oder die Modelle von PSP besonders gut bewährt:

T Racks Oldschool Kompressor
Welcher berühmte Kompressor könnte dies denn sein …

Die „No-Names“

Plugins, die weder „Mastering“ im Namen führen, noch speziell für Summenbearbeitung beworben werden, funktionieren grundsätzlich genau so gut, wie ihre spezialisierten Brüder. Solange zwei Kanäle über Stereo-Link verbunden werden, lassen sich hervorragende Ergebnisse mit den On-Board Plugins der DAW bewerkstelligen.

Kompressor Aus Studio One
Kompressor aus Studio One. Warum sollte man zu etwas anderem greifen?

Beyond Compression

Dynamikbearbeitung lebt nicht allein von der Kompression. Soll es richtig laut werden, oder führen Singleband-Geräte nicht zum Ziel, versuchten wir unser Glück mit Limiteren, Maximizern und Multiband-Kompressoren. Abgesehen vom Maselec MLA-3 und Drawmer S3, ist dies Bereich fest in Softwarehand. Neben den bereits sehr guten Plugins die bei Mastering-DAWs und Sequenzer inklusive sind, schwören User auf:

Mla 3 3
Ein seltenes Schätzlein, MLA3 Mutltiband Kompressor in Hardware von Maselec.
Bild: Maselec / Holger Brinkmann
Waves L2
Der Waves L2 ist auf tausenden Produktionen zu hören. Doch vermutlich gibt es inzwischen besseres …