Mastering Tutorial

Qualitätssicherung

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Den Premaster ohne weitere Kontrolle zu erstellen, eintüten und ans Presswerk schicken kann fatale Folgen haben. Selbst wenn das „Brennprogramm“ behauptet es sei alles in Ordnung, muss dies noch lange nicht der Wahrheit entsprechen. Zu oft entstehen so Medien, die entweder komplett Leer, mit Monodateien, Störgeräuschen, Aussetzern oder der falschen Titelreihenfolge in der Massenproduktion landen. Ein abschließender manueller Check ist unabdingbar.

Hear & Test-Session

Qualitätssicherung geschieht nie zwischen Tür und Angel, sondern mit genügend Zeit und frischem Gehör. Eine zweite, bisher unbeteiligte Person ist dabei ebenso hilfreich, wie eine Checkliste auf der alle wichtige Punkte abgehakt werden.

  • Gibt es noch verbleibende Störgeräusche?
  • Wirkt das Album homogen?
  • Passen alle Pausen, Fades und Schnitte?
  • Ist alles Stereo?
  • Stimmt die Titelreihenfolge wie vom Kunde gewünscht und wie sie später auf dem Cover abgedruckt wird?
  • Gibt es Clipping oder andere technische Fehler?

Bei einer Audio CD als Pressvorlage überprüfen wir die Scheibe in einem normalen Audio Player lückenlos von vorne bis hinten. Computerlaufwerke und gerade der noch zuvor verwendete CD-Recorder sind dafür ungeeignet, da sie nicht alle Red Book Normen erfüllen und sogar Datenträger abspielen die eigentlich unbrauchbar sind. Achte darauf möglichst wenig Kratzer, Staub und Fingerabdrücke auf der Disk zu hinterlassen.

DDP

Ist der Premaster ein DDP gibt es zwei Möglichkeiten: wir hören uns die Montage in der Software an und vertrauen, dass der Export das selbe Ergebnis liefert. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, aber dennoch bleibt ein geringes Risiko. Besser ist ein spezieller DDP Player, der das fertige Image rekonstruiert. Die notwendige Software gibt es kostenlos von Steinberg, für wenig Geld bei HOFA und für etwas mehr Geld von Sonoris.

Ddp Player
Ein einfacher DDP Player