Mastering Tutorial

Negativbeispiele Loudness War

Metallica – Death Magnetic

Ein berühmtes Beispiel für Laut gleich Schlecht, kommt von einer Band, deren Sounds schon immer hart und verzerrt waren. Als Metallica jedoch ihr „Death Magnetic“ Album auf den Markt brachte, mussten sogar eingefleischte Fans schlucken. RMS-Werte von bis zu -3 dB waren selbst in diesem Genre etwas ungewöhnliches.

Der große Aufschrei folgte allerdings erst, als die selben Titel in „Guitar Hero 3“ veröffentlicht wurden. Die Versionen aus dem Spiel sind deutlich dynamischer und werden im direkten Vergleich als angenehmer und schöner empfunden.

Mastering Guitar Hero Metallica Waveform
Die Wellenformen der beiden Releases
Mastering Guitar Hero Metallica
Der selbe Song nur unterschiedlich gemastert

Madonna Remastered

Erscheinen alte Alben in neuer Auflage, dann meist mit dem Zusatz „Remastered“. Neben sinnvollen Bearbeitungen wie Restauration und leichter Klanganpassung, gehört auch eine Steigerung der Lautheit zum unvermeidbarer Teil dieser Arbeit.

Ein gutes Beispiel für diesen Trend ist Madonnas „Celebration“ Album mit einen Rundumschlag ihrer besten Hits. Bei über 37 Jahren im Business sind hier natürlich Klassiker dabei, die lange nicht die Lautheit der heutigen Produktionen besitzen und deutlich aufgemotzt wurden.

In einem Vergleich stellt sich im ersten Moment das übliche Bild ein: das lautere Remaster wirkt druckvoller, brillanter und einfach schöner. Passen wir die Lautheit an, neutralisieren sich diese Vorteile und die ältere, dynamischere Version wird der eindeutige Favorit. Innerhalb des neu aufgelegten Albums fällt der Qualitätsverlust jedoch nur kaum auf.

Like A Virgin Remastered Vergleich
Like A Virgin von 2009 ist gute 5 dB lauter geworden
La Isla Bonita Remastered Vergleich
La Isla Bonita bringt es sogar auf 7 dB Unterschied

Weitere Beispiele