Psychologie – so klappt’s

Nutze die Körpersprache

Spätestens seit Fernsehserien wie “Lie To Me” wissen wir, unser Körper verrät viel mehr über unsere Gefühle als wir oft gerne hätten. Stimmen Aussage und Körperhaltung nicht überein, wirkt dies suspekt und unglaubwürdig.

Natürlich geht es im Studio selten um Mord oder Verrat, ein aufgesetztes Lächeln zu müden Augen und verschränkten Armen signalisiert allerdings ebenfalls ein Problem das gelöst werden will. Als aufmerksamer Zuhörer achten wir daher auch auf Gestik und Mimik des Musikers.

Anders herum sollten wir uns ebenfalls beim Sprechen beobachten. Präsentieren wir die richtigen visuellen Merkmale und Gesten, fördern diese eine angenehme Gesprächsatmosphäre, in der sich der Kunde ernstgenommen und wohl fühlt. Wie so etwas genau aussieht, erfährst du zum Beispiel in den YouTube Videos von Samy Molcho.

Schlaf mal drüber

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Nicht alle Probleme lösen sich sofort. Bevor die Emotionen überkochen und es zu unschönen Situationen kommt, ist es besser die Session zu unterbrechen und zu vertagen. Abstand gewinnen und einfach mal eine Nacht drüber schlafen, lässt viele Dinge in neuem Licht erscheinen und bringt frische Energie zurück.

Umgang mit Fehler

Fehler passieren, die Frage ist nur wie Musiker und Techniker damit umgehen. Der beste Weg führt über Selbsterkenntnis, bei der keine großen Worte oder gar Kritik nötig wird. Erfahrene Künstler wissen gut genug, ob der letzte Take untauglich war und bieten von sich aus eine neue Version an.

Ist dem nicht der Fall, müssen wir etwas nachhelfen: “Hör dir noch mal den letzten Teil an, ob er so korrekt ist”. Hat er keine Tomaten auf den Ohren, bietet wir ihm so eine elegante Möglichkeit seine Fehler zu verbessern.

Alternative Wege

Eine durchorganisierte Produktion mit klaren Zielen und Vorgaben ist eine gute Sache, doch manchmal müssen wir die geplanten Wege verlassen um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Damit ist natürlich nicht jeder einverstanden, doch anstatt etwas tot zu argumentieren und auf der eigenen Meinung und Wünschen zu bestehen, heißt das Zauberwort “probieren”. “Lass uns doch mal probieren wie das Riff in einer anderen Stimmung klingt”. Einen Versuch kann jeder riskieren und vielleicht überzeugt das Ergebnis am Ende doch.

Sei mehr als ein Techniker

Im Studio “nur” den Techniker zu mimen ist viel zu wenig und geht am Bedürfnis einer modernen Produktion vorbei. Du musst sprachgewandt sein (Rhetorik), Körpersprache lesen und senden und am besten auch ein Grundwissen über die verschiedenen Instrumente mitbringen. Denn nur so kannst du dich in deinen Gegenüber einfühlen und ihm positiv vermitteln, was du von ihm möchtest.

Erfahrungen mit Kunden zeigen: Am Ende ist eine schöne, angenehme und tolle Zeit im Studio viel wichtiger, als ein hundertprozentig perfektes Endprodukt.