Psychologie – richtig Kommunizieren

Psychologie im Tonstudio macht sich die Erkenntnisse der Gesprächspsychologie zu nutze. Schaffen wir es unter Stress und Zeitdruck eine freundliche Atmosphäre und klare, positive Kommunikation aufrecht zu erhalten, vermeidet dies Streit, Konflikte und missgelaunte Musiker.

Ein guter Einstieg diesem Thema sind Bücher von Schultz von Thun, einem bekannten Kommunikationspsychologen. Zwar ist es schwierig und auch unsinnig all seine Tipps sofort umzusetzen, aber selbst wenn wir nur ein paar wichtige davon beherzigen, hilft es enorm weiter.

Du-Botschaften

Ein Problem bei der menschlichen Kommunikation ist Dinge zu verallgemeinern und andere Menschen direkt, persönlich zu kritisieren. “Ständig verspielst Du dich”, “Du hast im Refrain Mist gebaut”, “Du solltest dich etwas mehr anstrengen”. Nicht unbedingt etwas, das man gerne hört, selbst wenn es der Wahrheit entspricht.

Deutlich besser sind dagegen “Ich-Botschaften”, diese wirken deeskalierend, binden die eigenen Gefühle ein und wirken dadurch milder und entspannter. Als Beispiel: “Ich finde den zweiten Refrain noch nicht wirklich gelungen”.

Betone das Positive

Ein von Technikern gern benutzter Satz ist: “Das ist kein Problem“. Dummerweise birgt dieser Satz an sich schon ein Problem, denn was am Ende davon im Gehirn übrig bleibt, ist einzig und allein das Wort “Problem PROBLEM Problem“.

Wenn ich dir jetzt sage: denke ja nicht an eine grüne Giraffe … na, an was hast du gerade gedacht?

Deutlich besser sind “positive” Sätze, da Wörter wie “nicht” oder “keine” leicht überhört werden. Aus “kein Problem” wird “Das löse ich einfach”.

Auch macht es Sinn, die Stärken und die positiven Dinge, zu betonen. Anstelle von “der Anfang war nicht gut” tritt “der Anfang muss genauso genial wie das Ende werden”.

Dies ist nur einer von vielen Ansätzen, die durch die Rhetorik beschrieben werden. Ein gutes und, günstiges Buch ist “30 Minuten für gute Rhetorik” von Peter Heigl, dass es bereits für unter 7 Euro im Handel gibt.

Aktives Zuhören

Viele Probleme entstehen ebenfalls, weil wir missachtet oder falsch verstanden werden und die Kommunikation in diesem Fall aneinander vorbei läuft. Um dies zu vermeiden hilft das “aktive Zuhören” mit drei essenziellen Grundregeln

  1. Signalisiere Gesprächsbereitschaft (Augenkontakt, offene Körperhaltung)
  2. Lasse deinen Gegenüber ausreden, frage aber Dinge nach, welche dir unklar sind
  3. Bevor du antwortest, fasse die Worte des Gesprächspartners zusammen, so dass du sicher bist, ihn richtig verstanden zu haben
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