Mehr Klang für’s Geld – 13db Audio Knowledge
Mehr Klang für’s Geld

Stell dir vor, du erhälst von einem Musikhaus einen Gutschein über 2.000 Euro. Welche Komponenten kaufst du dir, um die Qualität deiner Produktion deutlich aufzuwerten?

Unwichtig

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Kabel

Ohne Kabel geht natürlich nichts, allerdings ist Strom nicht gerade wählerisch oder benötigt besonders edle Materialien. Innen Kupfer, aussen Plastik und das Ganze mit einer ordentlichen Steckverbindung – das reicht! Mehr zum Thema Kabel kannst du auch hier lesen.

Software

Ob Pro Tools, Cubase oder Studio One, die größten Unterschiede finden sich allein im Preis, Aussehen und dem Workflow. Wer sein Handwerk beherrscht, erreicht mit jeder Software professionelle Resultate, bei einem A/B Vergleich ist es nahezu unmöglich Unterschiede heraus zu hören.

Selbiges gilt auch für Third Party Plugins. Ob Freeware oder teures VST aus der Edelschmiede, der Unterschied findet mehr auf psychologische Ebene, denn messtechnisch erfassbaren Werten statt. Ausgenommen davon sind lediglich Hallgeräte, hier dürfen wir ruhig ein paar Dollar investieren.

Digitalwandler

High End Wandler und Onboard Soundkarte verbindet das selbe zentrale Elemente: ein kleiner Mikrochip der im Großhandel nur wenige Doller kostet. Somit ist es wenig verwunderlich, wenn die Klangunterschiede zwischen den Wandlern äusserst geringer Natur sind. Für “deutliche” Veränderungen muss es schon ein Stand-Alone Gerät aus dem vierstelligen Preisbereich sein und gemessen am Mehrwert lohnt diese Investition selten.

preAmps

Was sich heute am typischen 200 Euro USB Interface befindet darf sich durchaus als ordentlicher Mikrofonverstärker bezeichnen lassen. Der Klang ist sauber, ohne all zu viel Rauschen und bietet eine realistische Abbildung des Instruments. Erst wenn der preAmp den Sound färben soll, lohnt der Griff zu den teuren Modellen. Hast du noch einen sehr alten und günstigen Verstärker, kann ein Upgrade durchaus sinnvoll sein.

Wichtig

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Mit einem ordentlichen Interface, einer netten Software und ein paar handelsüblichen Mikrofonkabeln im Gesamtwert von 500 Euro, besitzt du bereits alles um fantastische Produktionen abzuliefern. Worauf es wirklich ankommt, sind ganz andere Dinge …

Mikrofon

Nichts beeinflusst den Klang so stark wie das passende (oder falsche) Mikrofon. Ein große Auswahl erlaubt uns für jedes Instrument den optimalen “Tonabnehmer” zu finden, wobei sich “optimal” nur bedingt auf einen hohen Anschaffungspreis bezieht. Durch die Einzigartigkeit eines jeden Inputs kann manchmal der Asia Import das bessere Ergebnis liefern als die handgelötete Nobelkeule aus deutscher Produktion.

Mikrofonposition

Weder direkt durch Geld noch durch Technik, sondern im Buchladen, bei Workshops und natürlich durch Erfahrung zu erwerben, ist die die richtige Positionierung eines Mikrofons. Was hilft das edelst Gerät, wenn es falsch angebracht ist? Wenige Zentimeter Versatz können bereits zu gewaltigen Klangunterschieden führen und während der Aufnahme ein paar Minuten länger experimentieren hilft mehr, als der spätere Rettungsversuch im Mixdown.

Input

Zwischen dem “Superstar” live auf der Bühne und der fertigen CD liegen oft Welten und zeigt dass im Tonstudio kräftig manipuliert werden kann. Wirkliche Wunder sind aber auch hier ausgeschlossen und je besser der Input desto besser das Endergebnis.

Wer nicht singen kann wird auch durch eine Kombination aus Brauner VMA und Tube-Tech MEC 1A, schrecklich anzuhören sein – Shit In → Shit Out. Selbiges gilt für Instrumente: ob eGitarre aus dem Supermarkt oder Trompete vom Wühltisch – was in Echt miserabel klingt hat kaum Chancen auf Band toll zu klingen. Anders herum kann ein guter Input bereits mit sehr günstiger Tonhardware lebendig und schön abgebildet werden.

    Wirklich ausschlaggebend sind nur zwei Dinge ....
Wirklich ausschlaggebend sind nur zwei Dinge ….

Preis-Leistung

Am besten lässt sich das Thema mit dem Pareto Prinzip zusammenfassen: 80% Klangqualität erreichen wir bereits mit günstigem Equipment, für die letzten 20% steigen die Investitionskosten unverhältnismäßig an.

In anderen Worten: was du als Ausstattung im Heimstudio hast, ist vermutlich bereits mehr als ausreichend und teils besser was so manches Profistudio in den 80er Jahren besaß. Wenn’s mal wieder nicht gut klingt sitzt das Problem eher vor dem Bildschirm oder Mikrofon:)

Mit 20% Kosten erreicht man bereits 80% der Qualität
Mit 20% Kosten erreicht man bereits 80% der Qualität

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