Tontechnik ist Handwerk

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Tropft der Abfluss, muss ein neuer Parkettboden ins Wohnzimmer oder springt das Auto nicht mehr an gibt es zwei Möglichkeiten: entweder wir versuchen uns selber als Heimwerker und hoffen dass alles ordentlich wird, oder greifen besser zum Telefon und beauftragen einen erfahrenen Profi mit diesen Aufgaben. Dass dabei Stundensätze von bis zu 50 Euro für den Gesellen oder Handwerksmeister anfallen ist in Deutschland guter Standard und wird vom Kunden selten in Frage gestellt.

Interessanterweise sieht es in der Ton- und Veranstaltungsbranche etwas anders aus. Obwohl gelernte oder studierte Fachkraft, liegt der berechnete Betrag meist weit unterhalb der anderen Handwerksberufe. Bei typischen Tagessätzen um die 250 Euro ergibt dies effektiv etwas zwischen 15 und 30 Euro die Stunde. Wer mehr auf seine Rechnung schreibt erntet oft Unverständnis, muss sich rechtfertigen und wird selten erneut gebucht – schließlich sei dies ein branchenunüblicher Wucherpreis.

Rationale Gründe weniger als die Hälfte eines selbstständigen Elektro-, Sanitär- oder KFZ-Kollegen zu verdienen gibt es eigentlich nicht. Alle besitzen eine fundierte Ausbildung, sind Profis in ihrem Fachbereich, bringen ihr eigenes Werkzeug mit auf die Baustelle und müssen letztendlich sich, das Finanzamt, die Versicherungsgesellschaften und ihre Familie ernähren.

Oder ist unsere Arbeit tatsächlich so viel weniger Wert? Ich glaube nicht und daher als kleine Inspiration für das nächste Kundengespräch hier ein paar Vergleichspreise die ich selbst in letzter Zeit auf meinen Rechnungen begleichen durfte:

Auto Dellen Spezialist 60 Euro
Fließenleger (Meister) 55 Euro
Elektrotechniker (Geselle) 45 Euro
Bodenleger (Fachkraft) 40 Euro
Fensterbauer (Geselle) 40 Euro
Schreiner (Facharbeiter) 38 Euro
Messbauer 35 Euro
Tontechniker 25 Euro
Schreiner (Helfer) 21 Euro
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