Die Umsatzsteuer-Voranmeldung – 13db Audio Knowledge
Die Umsatzsteuer-Voranmeldung

Der nächste Kontakt mit dem Finanzamt ergibt sich automatisch am 10. eines jeden Monats oder spätestens zum 10. eines jeden Quartals, denn hier wartet die Umsatzsteuer-Voranmeldung auf uns.

Nimmst du beispielsweise im letzten Erfassungszeitraum 3.000 Euro (Brutto) durch Dienstleistungen ein und kaufst Equipment für 500 Euro schuldest du dem Finanzamt 399 Euro an Umsatzsteuer. Dieser Betrag setzt sich aus 479 eingenommener Mehrwertsteuer und 80 Euro gezahlter Umsatzsteuer zusammen. Die genauen Unterschiede zwischen den einzelnen Steuerarten erkläre ich direkt im nächsten Kapitel.

Brutto davon Steuern Netto
Einnahmen 3.000 Euro 479 Euro 2.521 Euro
Ausgaben 500 Euro 80 Euro 420 Euro
399 Euro

Abgabe

Die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung geschieht auf elektronischem Weg über deine Finanzbuchhaltung oder der Online Plattform “Elster” des Bayrischen Landesamts für Steuern. Nach einer kostenlosen Registrierung erhältst du hier gleich das benötigte elektronische Softwarezertifikate, das als digitale Unterschrift dem Finanzamt die Echtheit der Voranmeldung bestätigt.

Von knapp 100 Feldern sind für uns nur Zwei wichtig. In die Nummer 81 “Steuerpflichtige Umsätze zum Steuersatz von 19%” gehören all unsere Einnahmen mit den Nettobeträgen. Die Software errechnet automatisch die daraus entstandene Umsatzsteuer. Im Feld 66 “Vorsteuerbeträge aus Rechnungen andere Unternehmer” werden die gezahlten Vorsteuern gegengerechnet. Wenn du diese von Hand summierst, musst du in den Rechnungen nach der ausgewiesen Mehrwertsteuer suchen.

Hatten wir mehr Einnahmen als Ausgaben, steht in Feld 83 “verbleibende Umsatzsteuer-Vorauszahlung” ein positiver Betrag, bei einem Minus erstattet uns das Finanzamt die zu viel gezahlte Umsatzsteuer auf unser Konto zurück.

umselster

Dauerfristverlängerung

Üblicherweise Endet die Voranmeldung 10 Tage nach Ablauf des letzen Erfassungszeitraums. Bei monatlicher Erfassung wird der Januar bis zum 10. Februar fällig, bei vierteljährlicher Erfassung das erste Quartal bis 10 April.

Reicht diese Frist nicht, verzögert die optionale Dauerfristverlängerung den ganzen Prozess um einen Monat. Der Januar ist erst am 10. März fällig, das erste Quartal am 10. Mai. Sinnvoll ist dies Option jedoch nur bei enormen buchhalterischen Aufwand, den wir vermutlich nie erleben werden.

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