Singen – Verhaltensregeln

Für Instrumente gibt’s den Musiklehrer, für Sänger einen Gesangscoach. Leider wird diese Dienstleistung im Amateurbereich nur äusserst selten in Anspruch genommen, da reden und singen als grundlegende Fähigkeit gilt und natürlich glaubt jeder er weiß schon was das beste für seinen Körper ist… Hier die wissenschaftliche Seite dazu:

Gut für die Stimme

  • Trinken: Und damit ist Wasser gemeint, kein Alkohol, Tee, oder Kaffee.
  • Feuchte Luft: Nicht nur trinken hilft, sondern natürlich auch, wenn die Luft feucht ist. Gerade in den Wintermonaten mit trockender Heitzungsluft hilft es öfters die Fenster aufzumachen, um kurz frische, feuchte Luft in den Raum zu lassen.
  • Aufwärmen: Muss man dazu noch großartig etwas sagen? Wie bei jeder Sportart ist eine kleine Aufwärmrunde am Anfang essenziell, gerade nach einem kleinen Nickerchen braucht es eine Weile bis wir wieder in Höchstform sind.
  • Summen: Das beste Warmup für die Stimme ist Summen. Hier kann man nichts falsch machen!
  • Sich warm Anziehen: Kälte mag die Stimme gar nicht, daher rechtzeitig an den Schal und eine warme Jacke denken. Leichtsinnigkeit an einem Tag rächt sich schnell am nächsten. Aber bitte werde nun nicht zu einem dieser Sänger, die auch im Sommer mit Wollmütze rumlaufen …

Schlecht für die Stimme

  • Schreien: Schreien muss nicht schlimm sein, vorausgesetzt man macht es richtig. Sprich man ist trainiert, kennt die richtige Technik und ist “warm”.
  • Räuspern: Was macht der Redner bevor er los legt? Er räuspert sich. Nicht nur, dass dies eine schlechte Angewohnheit ist und komisch über die PA klingt, es macht auch mehr kaputt als es hilft. Lieber etwas Wasser trinken, das macht den Hals frei. Räuspern und Hüsteln kann sich sonst auch ganz schnell zum Tick entwickeln.
  • Flüstern: Wenn schreien schlecht ist muss doch das Gegenteil gut sein oder etwa nicht? Nein! Anstatt damit die Stimme zu schonen müssen unsere Stimmmuskeln Höchstarbeit leisten. Also dann lieber normal reden.
  • Husten: gut, das lässt sich nicht unbedingt vermeiden, aber lindern und einschränken. Bei jedem Husten sind unsere Stimmbänder extremen Belastungen durch die schnellen harten Luftstöße ausgesetzt und können darunter leiden.
  • Rauchen: Bis eine Stimme schön rauchig wird dauert es ein paar Jahre, bleibt dann allerdings ein Leben lang. Daher ist es nicht die beste Idee auf diese Art und Weise seine Stimme zu tunen, es kann auch ins Auge gehen. Generell greift der heiße, trockene Rauch mit seinen Inhaltsstoffen unser Sprachorgan an und stellt damit ein absolutes No-Go dar.
  • Husten-Bonbons: Ein Klassiker im Studio. Nur dummerweise schaden die meisten mehr als dass es hilft. Zu scharf, zu austrocknend …
Weiter zur nächsten Seite: Der Mischer ist schuld