7. Ausbildungsmöglichkeiten

Obwohl der Beruf “Tontechniker” in Deutschland weder als Studium noch als Lehre offiziell existiert, gibt es erstaunlich viele andere Möglichkeiten sich in dieser Richtung auszubilden. Je nach Institut variiert dabei Inhalt, Lerntiefe, Schwerpunkt und Ausbildungsphilosophie, so dass für jeden Geschmack und Anspruch etwas dabei ist. Am Ende ist es jedoch fast egal wo man gelernt hat, ein erfolgreiches Berufsleben ist mit allen Modellen möglich.

Staatliche Hochschulen & Uni

Wer ein klassisches Studium bevorzug wird an einer staatlichen Fachhochschule oder Universität fündig.

So bietet die RSH-Düsseldorf mit dem Diplom Ingenieur für Ton- und Bildtechnik ein seit über 50 Jahren bewährtes Programm, das sich an alle wendet die nicht nur kreativ Arbeiten, sondern die verwendete Technik auch verstehen, bauen und weiterentwickeln möchten.

Einen stärkeren Fokus auf die Wissenschaft und Ausübung der Musik legt die ETH-Detmold. In diesem ebenfalls sehr traditionsreichen Haus, kann innerhalb von 8 Semestern der Bachelor of Musik “Musikübertragung” oder nach nach 10 Semestern der Diplom-Tonmeister erreicht werden. Durch den Mix aus Techniker und Musiker wird man zum Bindeglied dieser beiden Welten.

Bevor es damit losgeht, wartet jedoch eine anspruchsvolle Aufnahmeprüfung auf die Kandidaten. Neben technischen Fähigkeiten und theoretischem Wissen, geht es dabei um Gehörbildung und dem Pflichtvorspiel zweier Instrumente, wobei eines immer Klavier ist.

Private Anbieter

Möchte man weder in Forschung, Entwicklung oder Lehre gehen, sondern sich primär auf das Handwerk konzentrieren, bieten private Institutionen Kurse mit mehr Alltagsbezug und ohne “unnötigen Schnickschnack” an.

Wer sein Traumberuf im Filmbereich sieht, ist beispielsweise mit der renommierten Filmakademie Ludwigsburg bestens beraten. Hier dreht sich alles um Filmton, Sounddesign und Filmmusik, sowie all die anderen Dinge die man als Filmtonmeister im späteren Beruf braucht. Da an der gleichen Schule auch andere Berufe der Branche wie Kamera, Licht oder Regie erlernt werden, kann die Theorie bei vielen Studentenproduktionen direkt in der Praxis erprobt werden.

Liegt der Schwerpunkt des Interesses auf der technischen Seite von Musik- und Tonproduktionen, kommt das SAE Institute in Frage. Als Bacherlor of Arts/Science erwirbt man hier die Grundlagen um später bei Film- und Rundfunk, aber natürlich auch im Tonstudio und am FOH zu arbeiten.

Soll es hingegen nicht nur Ton sein, sondern ein Studium mit generellen Überblick über die Medienwelt, ist dies im Studiengang Audiovisuelle Medien der HDM-Stuttgart möglich. Der Abschluss erfolgt nach 7 Semestern mit dem Bachelor of Engineering, 3 davon sind spezielle auf Tontechnik zugeschnitten.

Lehre

Es muss ja nicht immer gleich ein Studium sein… Mit dem richtigen Ausbildungsbetrieb lässt sich Tontechnik auch als “Mediendesigner” oder “Fachkraft für Veranstaltungstechnik” erlernen. Im dualen System wird die entsprechende Theorie in der Berufsschule vermittelt, während der Ausbildungsbetrieb für die nötige Praxis sorgt.

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